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Leider mussten die Pflegebedürftigen im Altenheim "Kleeblatt"
in Neuss von ihrem Heimatblatt, der Neuss-Grevenbroicher Zeitung, am 15. März
etwas scheinbar anderes erfahren. Sie lasen in großen Lettern: "Heimaufsicht
des Kreises ist eingeschaltet - Altenheim insolvent?" Dieser Verdacht
beschlich den Leiter des städtischen Sozialamtes, als er erfahren musste,
dass es "eine offene Versorgungsrechnung der ‚Kleeblatt - gemeinnützige
Gesellschaft für Seniorenresidenzen und Pflegeheim mbH'"gebe.
Auch hört man von Insassen des Heimes, dass die Pflege der alten Menschen
nicht immer den Erfordernissen entsprechen solle. Sind das Hinweise auf eine
drohende Pleite der "Curanum AG", die vor sechs Jahren das Heim
aus der Konkursmasse des damaligen Trägers, der Manfred-Preuss-AG"
günstig kaufte?
Ein Blick in die Finanzlage des Unternehmens macht alle Befürchtungen
zunichte:
"Aktionäre erfreut über 4,7% Dividendenrendite"
"Die im SMAX notierte CURANUM BONIFATIUS AG, München, (WKN 524070),
schloss die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2001 mit einem Gesamtumsatz
von 207,2 Mio. DM (Vj. 28,1 Mio. DM) sehr erfolgreich ab. Der Umsatz des 3.
Quartals betrug 70,0 Mio. DM (2. Quartal 2001: 67,8 Mio. DM). Das Ergebnis
zum Ende der Berichtsperiode stieg sogar überproportional an."
"Umsatz im 1. Halbjahr steigt um rd. 120 Mio. DM" (http://www.curanum.de/presse.htm)
Die alten Menschen dürfen sich freuen. Ihre Existenz dient als Rohstoff einem aufstrebenden Unternehmen. Da darf man halt auch nicht immer Ansprüche stellen: Die können schließlich dem Geschäftserfolg schaden!
www.neusser-monat.de (22.3.2002)