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Obdachloser
in Neuss überfallen
Hüsch
fordert "Konsequenzen ausländerrechtlicher Art"
Siehe da
- Herr Cornel Hüsch von der Neusser CDU sorgt sich um das Wohlergehen
eines Neusser Obdachlosen! Das ist neu! "Die Steine, mit denen der Mann
von den Jugendlichen beworfen wurde, hätten auch zu lebensbedrohlichen
Verletzungen führen können." Da hat der Mann recht. Aber dass
der 64-jährige auf seiner Schlafstatt in der RWE-Toreinfahrt schon längst
hätte erfrieren können, dieser Gedanke kommt ihm nicht. Dafür
ist natürlich niemand verantwortlich, das hat auch mit Gewalt nichts
zu tun - das hat der "Versager" selbst verschuldet. Stimmt's, Herr
Hüsch? Der von der Verwaltung vorgeschlagene Täter-Opfer-Kontakt
als Strafe ist ihm angesichts der "Schwere der Tat" nicht genug.
Für deutschstämmige Jugendliche hätte das wohl gereicht, aber
es handelt sich hier um junge ausländische Täter. Da haben wir doch
noch mehr strafrechtliche Möglichkeiten! In Wahlkampfzeiten ist es für
manche Politiker immer angesagt, an die ausländerfeindlichen Gefühle
der Bürger zu appellieren und sich mit dem Einfordern von "ausländerrechtlichen
Konsequenzen" hervorzutun. Das kommt immer gut an. Nicht wahr, Herr Hüsch?
www.neusser-monat.de (20.2.2002)