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Das waren noch Zeiten, als die Grünen im Lande sich stark machten für
den radikalen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Preiswerte
und bürgerfreundliche Verkehrsmittel sollten gegen Umweltverschmutzung,
Stress und die Belastung des privaten Geldbeutels das Leben in den Städten
angenehmer gestalten.
Nun tragen die Grünen Regierungsverantwortung. Und da sieht die Sache
anders aus.
In Neuss beschimpft der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Michael Klinkicht,
der vor vielen, vielen Jahren durch Hausbesetzungen für bezahlbaren Wohnraum
demonstrierte, den ungezogenen Bürger: "Schuld an Staus und hohem
Verkehrsaufkommen tragen in erster Linie die Bürger selbst." Warum?
"... auf der einen Seite wollen wir verkehrsberuhigte Zonen, auf der
anderen Seite möglichst schnell von A nach B gelangen." (ebd.)
Als gestandener und kalkulierender Staatsdiener weiß Klinkicht, dass
dies nicht zusammengeht. Einfach Geld rausschmeißen, um dem Bürger
ein hübsches Ambiente zu genehmigen, ist nicht mehr Sache der Grünen.
Hingegen ist Bescheidenheit und Verzicht angesagt.