Gute Tipps für die Regierung:
DFG-VK hat nachgerechnet

Anlässlich des SPD-Parteitages Mitte November in Bochum rief auch die DFG-VK zum Protest auf. Besonders stinkt ihr, dass so viel Geld für die Rüstung und um so weniger für soziale Belange ausgegeben wird. Nach eigenen Angaben verbreitet die DFG-VK "mit großem Erfolg seit September die Protestpostkarte ‚Rüstungshaushalt senken!', die von der Bundesregierung ‚Schritte zur Abrüstung' fordert. ‚Diese Postkarte macht der Bundesregierung deutlich, dass bei einer Kürzung des Rüstungshaushaltes für 2004 um fünf Prozent sofort 1,2 Milliarden Euro frei werden', rechnet Oekentorp (Bundessprecher der DFG-VK) vor. Diese Summe könne umgehend für soziale Leistungen, eine sinnvolle Energiepolitik und Entwicklungshilfe eingesetzt werden." (Rundmail)
Könnten sie, tun sie aber nicht! Und warum tun sie das nicht? Weil sie was anders wollen als die DFG-VK. Die vernünftige Versorgung der Bevölkerung ist eben nicht das Anliegen der Regierung oder der Opposition. Die Gewinne der Unternehmer müssen stimmen und dafür muss unter anderem Deutschlands Ansehen in der Welt gefördert werden. Und was ist fürs gute internationale Geschäftsklima besser als ein Haufen eindrucksvoller Bomben und Granaten, pfeilschnelle Flugzeuge und Raketen!
Umgekehrt. Vernünftige Löhne, ordentlich Knete im Alter, viel Freizeit und beste medizinische Versorgung sind bekanntlich Gift für die Kalkulation der Unternehmer, Investitionshemmnisse, die jeden Kapitalisten in die Flucht schlagen.

www.neusser-monat.de (19.10.2003)